Lahntal zwischen Wanderwegen und Dorfgeschichte
Unterkünfte in Lahntal
Lahntal erschließt sich über unterschiedliche Motive: Wanderungen führen durch Wald, Feld und Dorf, während Kunst und Baugeschichte an konkreten Orten sichtbar werden. Für die Wahl Ihres Aufenthalts können Sie deshalb abwägen, ob Sie vor allem eine Route, die Landschaft oder die Kulturgeschichte der Ortsteile in den Mittelpunkt stellen möchten.
Panoramablick vom Rimbergturm auf die Orte Caldern, Sterzhausen und Michelbach im Lahntal.
Foto: Heinrich Stürzl via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Brücke und Kunstspuren in Goßfelden
Die alte Brücke in Goßfelden ist ein Wahrzeichen des Ortes. Auf ihrer Ostseite ist die Jahreszahl 1802 in römischen Ziffern zu erkennen. Überqueren können Sie die Brücke nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad – ein praktischer Unterschied, wenn Sie Ihre Wege durch den Ort planen.
Ein weiterer Zugang zu Goßfelden ist der Rundweg „Auf den Spuren von Otto Ubbelohde durch Goßfelden“. Er wurde im Juni 2010 eingeweiht, beginnt beim Museum in den Lahnauen und führt über rund 1,5 Kilometer mit 16 Stationen überwiegend durch das alte Goßfelden. An den Stationen begegnen Ihnen Zeichnungen, Illustrationen und Gemälde Ubbelohdes an den Stellen, an denen ihre Motive noch heute wiederzuerkennen sind oder wiederzuerkennen zu sein scheinen. Dazu gehören auch Märchenillustrationen. So verbindet die Strecke einen kurzen Weg mit Kunstmotiven und dem Ortsbild.
Für das Otto-Ubbelohde-Haus sind saisonale Sonntagszeiten genannt: von November bis einschließlich Februar von 13 bis 16 Uhr, von März bis Oktober von 11 bis 17 Uhr. Prüfen Sie diese Zeiten vor Ihrer Anreise.
Wanderwege mit unterschiedlichen Schwerpunkten
In Caldern stehen mit den Rundwanderwegen L1 und L3 zwei Strecken mit unterschiedlichen Längen und beschriebenen Merkmalen zur Auswahl. Der L1 führt von Caldern über Dilschhausen zurück nach Caldern und ist 12,9 Kilometer lang. Zu seinen genannten Punkten gehören zwei Kirchen, das „Paradies“ und die historische Rimbergturmspitze. Der familienfreundliche L3 ist 6,7 Kilometer lang; er führt auf befestigten Wegen durch Feld und Wald und bietet Ausblicke auf Caldern. Die Längen und Streckenbeschreibungen helfen Ihnen, die beiden Angebote nach Ihrem gewünschten Wegumfang und den genannten Zielen zu unterscheiden.
Auch der Wollenberg prägt die Landschaft: Der vollständig bewaldete Höhenzug liegt nördlich von Lahntal, ist von fast allen Lahntaler Ortsteilen direkt erreichbar und bietet zahlreiche Rundwanderwege. Dort steht die mehr als 20 Meter hohe Schenk-Eiche. Sie ist nach dem Hegemeister Johannes Schenk benannt, der bis 1928 im Wald auf dem Wollenberg nach dem Rechten sah. Baum und Namensgeschichte ergänzen die Routen um einen historischen Bezug zur Waldlandschaft.
Von Brungershausen führt ein ausgeschilderter Wanderweg zu den „Wichtelhäusern“, einer mächtigen Felsgruppe. Die etwas abseits des Waldwegs gelegenen Wichtelhäuser Steine laden zum Klettern ein und eröffnen Ausblicke über das Lahntal, auf Kernbach und auf den gegenüberliegenden Rimberg. Wenn Sie bei einer Wanderung auch markante Felsen und Aussichten in den Blick nehmen möchten, bietet sich dieser Abstecher als eigenes Ziel an.
Architektur und Geschichte in den Ortsteilen
In Sterzhausen ist das heutige Kirchenschiff ein klassizistischer Saalbau aus dem Jahr 1936. Charakteristische Halbkreisfenster prägen seine Architektur. In Caldern erinnern andere Bauzeugnisse an die Klostergeschichte: Neben der Nikolaikirche ist ein Teil der ehemaligen Klostermauer erhalten, deren Mauerreste restauriert wurden. Die Klostermühle wird seit 1389 als Mühle erwähnt und gehörte ursprünglich zum Zisterzienserkloster. Diese historischen Details geben einem Aufenthalt neben den Wanderungen einen kulturgeschichtlichen Schwerpunkt.
Als weiteren Lahntaler Ortsteil können Sie Sarnau in Ihre Orientierung einbeziehen. So lässt sich Lahntal nicht nur über einzelne Wege und Sehenswürdigkeiten betrachten, sondern auch über seine verschiedenen Ortsteile erschließen.
Weitere Reiseziele entdecken: Weimar / Lahn, Wetter, Steffenberg, Bad Endbach, Ebsdorfergrund, Stadtallendorf.
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