Lahnau zwischen römischer Geschichte und Fachwerk
Unterkünfte in Lahnau
Lahnau liegt etwa in der Mitte zwischen Gießen und Wetzlar, auf der nördlichen Seite der Lahn. Wer einen Aufenthalt nach kulturellen Interessen und Landschaft ausrichtet, findet hier unterschiedliche Anknüpfungspunkte: die archäologische Präsentation in Waldgirmes, das Heimatmuseum der Gemeinde und eine waldreiche Umgebung mit guten landwirtschaftlichen Böden. So lässt sich Lahnau über konkrete Orte und seine Landschaft kennenlernen, statt den Aufenthalt auf ein einziges Thema zu reduzieren.
Römische Geschichte in Waldgirmes
Am Römischen Forum Waldgirmes werden die originalen Fundamente durch einen Nachbau erlebbar gemacht; außerdem steht dort eine Reiterstatue. Im Besucherzentrum sind zahlreiche Fundstücke, Repliken und Modelle zu sehen, ebenso Informationstafeln und ein 3D-Druck des Pferdekopfes. Die verschiedenen Darstellungsformen setzen unterschiedliche Akzente: Vor Ort richtet sich der Blick auf die Fundamente und die Statue, im Besucherzentrum auf Funde, Modelle und Erläuterungen.
Führungen am Römischen Forum erläutern das friedliche Zusammenleben von Germanen und Römern sowie historische Zusammenhänge. Damit kann der Besuch sowohl bei den sichtbaren Elementen des Forums als auch bei seiner Einordnung in die Geschichte ansetzen. Wenn Sie sich für die römische Vergangenheit interessieren, bieten die Fundstücke und Repliken im Besucherzentrum eine andere Perspektive als der Blick auf die rekonstruierten Fundamente. Prüfen Sie bei der Planung die Bedingungen für Führungen und Ihren gewünschten Besuchszeitpunkt.
Das Heimatmuseum: Gebäude, Hof und Ausstellungsstücke
Auch das Heimatmuseum der Gemeinde Lahnau verbindet Geschichte mit dem Ort selbst: Das 1840/1841 errichtete Gebäude ist ein Kulturdenkmal. Zum Hof gehören eine große Hofreite mit einem Kern aus dem Jahr 1620 und eine Scheune aus dem 19. Jahrhundert; beide sind in Fachwerkbauweise ausgeführt. Gebäude und Hof geben dem Museumsbesuch einen eigenen architektonischen Rahmen.
Im Museum gehört ein Nachbau des Dorlarer Leiterhauses mit landwirtschaftlichen Ackergeräten zur Präsentation. In der Remise steht die Gussform für das Reiterstandbild Kaiser Augustus, das Heinrich Janke aus Braunfels geschaffen hat. Hinweistafeln informieren dort außerdem über die Geschichte der Kelten, Römer und Germanen sowie über die Ausgrabungen am Römischen Forum. So begegnen Ihnen im Heimatmuseum sowohl landwirtschaftliche Geräte als auch Bezüge zur Antike und zu den archäologischen Arbeiten in Waldgirmes.
Landschaft und Wahl des Aufenthaltsorts
Die waldreiche Landschaft und die guten landwirtschaftlichen Böden ergänzen die kulturellen Anlaufpunkte um einen landschaftlichen Blick auf Lahnau.
Im übergeordneten Reiseziel Lahn-Dill-Kreis finden sich weitere, eigenständige Kulturthemen. In Wetzlar erinnert das Lottehaus an Goethes Begegnung mit Charlotte Buff und an den Sommer 1772. Zwei Räume im ersten Stock beherbergen eine ständige Ausstellung zur Entstehungs- und Wirkungsgeschichte von Goethes erstem Roman „Die Leiden des jungen Werthers“. In Solms-Oberbiel ist das Besucherbergwerk Grube Fortuna der einzige hessische Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur.
Wenn Sie Lahnau als Reiseziel wählen, können Sie die römische Präsentation in Waldgirmes, das Fachwerkensemble des Heimatmuseums und die waldreiche Landschaft als unterschiedliche Seiten des Aufenthalts betrachten. Für den Vergleich weiterer Orte im übergeordneten Reiseziel Lahn-Dill-Kreis: Dillenburg, Ehringshausen, Haiger, Solms, Wetzlar, Schöffengrund, Bischoffen und Hüttenberg.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lahn-Dill-Kreis.