Stockstadt am Rhein: Natur und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Stockstadt am Rhein
Stockstadt am Rhein lässt sich über zwei prägende Themen erschließen: die Auenlandschaft der Rheininsel Kühkopf und die Spuren der örtlichen Geschichte. Sie reichen von der Erdölförderung bis zu historischen Bauwerken und Sammlungsstücken. Wenn Sie einen Aufenthalt planen, können diese unterschiedlichen Schwerpunkte bei der Wahl des Reiseziels Orientierung geben.
Kopfweiden am Stockstadt-Erfelder Altrhein im Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue bei Stockstadt am Rhein.
Foto: Toter Alter Mann via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Kühkopf: Auenlandschaft und Wege
Die Rheininsel Kühkopf wurde 1952 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Das fast 24 Quadratkilometer große Auenschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue umfasst die Insel und den nördlich anschließenden Auenkomplex der Knoblochsaue. So gehören zur Landschaft sowohl die Rheininsel als auch die angrenzende Aue. Die rund 60 Kilometer Wanderwege im Naturschutzgebiet sind sämtlich auch für Radfahrer geeignet. Für die konkrete Planung zählen neben der Länge auch die örtlichen Wegverhältnisse und Ihre persönliche Einschätzung der Strecke.
Im Kreis Groß-Gerau liegt das Europareservat Kühkopf-Knoblochsaue im Westen entlang des Rheins. Es ist Hessens größtes zusammenhängendes Naturschutzgebiet und dient zahlreichen Brut- und Zugvögeln als Brut- und Rastplatz.
Heimatmuseum und Industriegeschichte
Das Heimatmuseum Stockstadt am Rhein befindet sich im ehemaligen Verwalterhaus des Hofguts Guntershausen auf dem Kühkopf. Seine Dauerausstellung behandelt die Geschichte des Hofguts, darunter den Besuch des russischen Zaren Nikolaus II. auf dem Kühkopf im Jahr 1903. Ein Nachbau einer Goldwaschbank veranschaulicht, wie früher im Rhein Gold gewaschen wurde. Weitere Themenbereiche widmen sich der Erdölförderung im Hessischen Ried und der Korbflechterei.
Auch die Notlandung des Luftschiffs LZ 4 von Graf Zeppelin wird im Museum aufgegriffen: Ein eigener Raum veranschaulicht das Ereignis von 1908 auf dem Rhein nahe dem Kühkopf, am Kornsand. Zusammen vermitteln diese Ausstellungsthemen verschiedene Seiten der Regional- und Ortsgeschichte, von handwerklichen Tätigkeiten über Rohstoffgewinnung bis zu einem Ereignis der Luftfahrtgeschichte.
Kirche, Denkmäler und weitere Ortsgeschichte
Die Evangelische Kirche in Stockstadt stammt aus dem Jahr 1607; ihr markanter Turm prägt das Ortsbild. Zur Kirche gehört eine im 19. Jahrhundert erbaute Dreymann-Orgel mit einer Aeoline. Laut Beschreibung verfügt sie als einzige ihrer Art über dieses Register. Kirche und Orgel stehen damit für zwei unterschiedliche Aspekte der Bau- und Kulturgeschichte Stockstadts.
Zwei Herrensteine an den beiden Rheinufern sind bis heute erhalten. Sie erinnern an Landgraf Ludwig VIII., der am 10. März 1740 mit seinem Gefolge zu Fuß über den zugefrorenen Rhein schritt. Auf dem Kühkopf erinnert außerdem die letzte erhaltene Pferdekopfpumpe aus der Erdölförderzeit am Bohrloch Stockstadt 38 als Industriedenkmal an diese Abbauphase. Die Gemeinde beschreibt sie als erhaltenes Zeugnis der damaligen Förderung.
Am Rheintor liegt Stockstadts größter Spielplatz, der Abenteuerspielplatz, direkt am Zugang zur Rheininsel Kühkopf. Die Spielgeräte können sich ändern; wenn der Spielplatz für Ihre Planung wichtig ist, erkundigen Sie sich nach dem aktuellen Stand.
Für Ihre Standortwahl können Sie abwägen, ob Sie bei einem Aufenthalt vor allem die Auenlandschaft, örtliche Geschichte oder beides in den Mittelpunkt stellen möchten. Stockstadt bietet dafür unterschiedliche Natur- und Kulturthemen. Welche davon Ihren Aufenthalt prägen sollen, ist eine hilfreiche Frage, bevor Sie sich näher mit einer Unterkunft befassen.
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