Kelsterbach zwischen Mainufer und Stadtgeschichte
Unterkünfte in Kelsterbach
Kelsterbach verbindet die Mainlandschaft mit einem eindrücklichen Blick in die Stadt- und Regionalgeschichte. Die Kelsterbacher Terrasse, ein bewaldeter See und die Sammlungen des Stadtmuseums setzen unterschiedliche Akzente.
Blick auf Kelsterbach vom gegenüberliegenden Mainufer.
Foto: A. Köhler via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Mainlandschaft und Natur erleben
Die Kelsterbacher Terrasse ist eine eiszeitliche Flussterrasse des Mains. Ihr Steilufer ist bis zu 17 Meter hoch. Am Staudenweiher öffnet sich eine andere Landschaft: Der stille See ist von dichtem Wald umgeben. Von der Aussichtsplattform überblicken Sie den gesamten See; sie bietet gute Möglichkeiten zur Natur- und Vogelbeobachtung. Für Radfahrende und Spaziergänger liegt der Weiher direkt an der Regionalparkroute, aus dem Südpark ist er nach einem kurzen Fußweg erreichbar. So lässt sich der Staudenweiher als konkreter Natur-Schwerpunkt in Ihre Überlegungen einbeziehen.
Auch die Regionalpark-Klimaroute macht Zusammenhänge in der Landschaft anschaulich. An der Station „Flusswälder“ ist ein Modell in den Boden eingelassen, das ein Überschwemmungsereignis simuliert. Sie können beobachten, wie sich Wasser in einer Landschaft mit und ohne Auwald verhält. Die Station „Flora Fauna“ zeigt, wie der Klimawandel Tiere und Pflanzen entlang des Mains beeinflusst und ökologische Beziehungen verändert. Die Kelsterbacher Mainuferpromenade ist kostenfrei zu besuchen.
Stadtgeschichte im Museum und im Unterdorf
Das Stadtmuseum Kelsterbach gibt im Erdgeschoss einen Überblick über die Stadtgeschichte seit dem 16. Jahrhundert. Zu den besonderen Themen gehören die Kelsterbacher Porzellan-Manufaktur und die Geschichte des Mains. Das Museum zeigt zahlreiche Erzeugnisse der Manufaktur, die Landgraf Ludwig VIII. von Hessen-Darmstadt 1761 gründete. Von 1765 bis 1840 wurden am Ort außerdem Fayencen und Steingut hergestellt.
Ein eigener Museumsraum widmet sich dem Main. Dort sehen Sie Flussfunde unterschiedlichen Alters, Gegenstände aus Flößerei und Fischerei, präparierte Flussfische sowie Schiffsmodelle. Ein anderer Blick in die Vergangenheit führt zum provinzialrömischen Gebäude „Auf der Steinmauer“: Das Museum dokumentiert seine Ausgrabung und ordnet den Bau in die Zeit von 220 bis 260 nach Christus ein. Er wird mit einem Hirschkult um den keltischen Gott „Cernunnos“ in Verbindung gebracht.
Ein Modell im Stadtmuseum zeigt außerdem das ehemalige Renaissance-Schloss „Wolfenburg“. Graf Wolfgang von Ysenburg-Ronneburg ließ es zwischen 1564 und 1580 erbauen; im Laufe des Dreißigjährigen Krieges wurde es mehrfach zerstört. Im historischen Unterdorf von Kelsterbach finden sich mehrere hübsch restaurierte Fachwerkhäuser. Zusammen mit den Museumsthemen bietet das einen Zugang zur Ortsgeschichte sowohl über Ausstellungsstücke als auch über historische Bauten.
Besuch und Aufenthalt planen
Das Stadtmuseum ist sonntags von 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet. Der Eintritt ist frei, auch für Sonderausstellungen und Vorträge. Wenn Sie einen Museumsbesuch einplanen, prüfen Sie die Öffnungszeiten vor der Anreise. Für Kinder bietet ein großer Wasserspielplatz im Sommer Spaß und Abkühlung; berücksichtigen Sie bei Ihrer Planung, dass dieses Angebot saisonal ist.
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