Gießen zwischen Erinnerungskultur, Garten und Naturwegen
Unterkünfte in Gießen
Gießen verbindet einen Lern- und Erinnerungsort, einen traditionsreichen botanischen Garten und Wege in eine vielgestaltige Landschaft. Für die Wahl eines Hotels lohnt es sich, den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts abzuwägen: Möchten Sie die Kulturangebote der Stadt erkunden, einen Spaziergang einplanen oder auch Ziele im weiteren GießenerLand berücksichtigen?
Biomedizinisches Forschungszentrum der Universität Gießen am Seltersberg.
Foto: KlausFoehl via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Erinnerungskultur und botanische Geschichte
Der Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen beherbergt eine Ausstellung über Flucht, Ankunft und Neuanfang. Sie wurde im Juni 2025 eröffnet und verbindet persönliche Geschichten mit größeren historischen Zusammenhängen. Damit steht ein Besuch für ein Thema, das individuelle Lebenswege und Geschichte miteinander in Beziehung setzt.
Eine andere Perspektive auf Gießens Geschichte bietet der Botanische Garten der Justus-Liebig-Universität. Er ist Deutschlands ältester botanischer Universitätsgarten; alte Teile gehören noch heute zur Anlage. Der Garten verbindet so seine botanische Ausrichtung mit einem sichtbaren Bezug zur langen Geschichte des Universitätsstandorts.
Kunstweg und Spaziergang im Quellmoor
Der 7,2 km lange Kunstweg führt vom Ludwigsplatz über die Campusbereiche Philosophikum I und II, am Rand des Campusbereichs Recht und Wissenschaft vorbei zur Luthereiche und zum Alten Friedhof. Anschließend kehrt der Rundweg zum Ausgangspunkt am Dachcafé-Hochhaus zurück. Die Länge und die benannten Stationen geben dem Weg eine klare Form für die Tagesplanung: Er verbindet verschiedene Bereiche Gießens in einem Rundgang, statt nur ein einzelnes Ziel anzusteuern.
Einen landschaftlichen Kontrast bietet der Spaziergang „Quellmoor bei Rödgen“. Er führt in das Naturschutzgebiet Aschborn und Uderborn zwischen Gießen und Rödgen. Dort treten die Quellen Aschborn und Uderborn hervor und bilden ein landesweit bedeutsames Quellmoor. Wer neben den Kultur- und Gartenthemen auch eine geschützte Landschaft erleben möchte, findet hier ein eigenes Naturthema im Gießener Umfeld.
Gießen und das weitere GießenerLand
Das GießenerLand ist eine Freizeitregion, die alle 18 Kommunen im Landkreis Gießen umfasst. Regionale Ziele sollten deshalb als Ergänzung zum Besuch in Gießen betrachtet werden, nicht als einzelne Attraktionen innerhalb der Stadt.
Für die Orientierung im regionalen Raum spielen Bahn und Bus eine Rolle: Der Bahnhof Gießen ist der zentrale Knotenbahnhof des GießenerLandes und verfügt über einen Fernverkehrsanschluss. Mehr als 40 Buslinien erschließen die Region. Für konkrete Ziele empfiehlt es sich, die jeweilige Verbindung und den Fahrplan vor der Planung zu prüfen.
Auch die Aktivitäten im weiteren GießenerLand unterscheiden sich deutlich. Die Lahn wird zum Kanu- und Kajakfahren genutzt. Für Radfahrende gibt es sieben gut ausgeschilderte Freizeit-Radrouten; das regionale Wanderangebot umfasst rund 1.000 km Wege. Am Inheidener/Trais-Horloffer See, der mit Hungen verbunden ist, sind Baden, Segeln und Surfen möglich. Diese Auswahl macht deutlich, dass sich städtische Kultur und regionale Aktivitäten zu unterschiedlichen Aufenthaltsschwerpunkten verbinden lassen.
Ein kulturhistorisches Ziel im Landkreis Gießen ist der Dünsberg, ein Landschafts- und Kulturdenkmal und beliebtes Wanderziel. Dort entstand zwischen 800 und 100 v. Chr. eine keltische Großstadt. Der 22 km lange Kelten-Römer-Pfad verbindet das Römerforum in Waldgirmes mit dem Dünsberg. Für die Entscheidung zwischen einem Aufenthalt mit Gießener Schwerpunkten und einem stärker regional ausgerichteten Programm helfen solche Unterschiede bei der Planung; konkrete Wege und Verbindungen sollten Sie jeweils passend zu Ihren Zielen prüfen.
Weitere Reiseziele entdecken: Lollar, Laubach, Gießen, Linden, Grünberg, Hungen, Staufenberg, Lich, Buseck, Wettenberg, Reiskirchen, Rabenau, Langgöns, Biebertal, Pohlheim, Heuchelheim.