Selters zwischen Salzwiesen und Kirchenkunst
Unterkünfte in Selters
Selters verbindet Naturthemen mit einem markanten historischen Bauwerk: Rundwege führen durch die Au- und Salzwiesen im Mittleren Niddertal, während die Evangelische Pfarrkirche mit mittelalterlicher Architektur und einem Lapidarium einen eigenen kulturellen Schwerpunkt setzt. Auch die Geschichte salzführender Quellen gehört zum Ortsbild. Wenn Sie eine Unterkunft suchen, können Sie daher zunächst abwägen, ob Landschaft und Naturschutz oder Ortsgeschichte Ihren Aufenthalt stärker prägen sollen.
Salzwiesen und Rundwege im Niddertal
Das FFH-Gebiet 5620-301 „Salzwiesen und Weinberg von Selters“ liegt entlang der Nidder zwischen Konradsdorf, Selters und Wippenbach. Drei Erlebnisrundwege erschließen die Au- und Salzwiesen im Mittleren Niddertal bei Effolderbach und Selters. Am Salzwiesen-Rundweg erläutern Informationstafeln die Bedeutung von Landwirtschaft und Naturschutz sowie die Besonderheit von Salzwiesen im Binnenland. So lässt sich die Landschaft nicht nur als Naturraum, sondern auch über die Themen ihrer Nutzung und ihres Schutzes einordnen.
Die Rundwege und die Informationstafeln setzen unterschiedliche Akzente: Die Wege erschließen die Auen- und Salzwiesenlandschaft, die Tafeln greifen konkrete Zusammenhänge auf. Für Ihre Planung ist das eine hilfreiche Orientierung, wenn Sie draußen unterwegs sein und zugleich mehr über die Landschaft erfahren möchten. Die salzführenden Quellen und die frühere Salzgewinnung aus Sole ergänzen dieses Thema um einen historischen Bezug. Selters ist damit auch mit der Frage verbunden, wie Salz einst aus der örtlichen Sole gewonnen wurde.
Kirchenbau und Geschichte in Selters
Die Evangelische Pfarrkirche in Selters ist ein mittelalterlicher Saalbau mit Dreiseitschluss. Ihr wehrhafter Westturm trägt einen achteckigen Helm. An der Nordwand befindet sich ein Lapidarium mit aufwendig gestalteten, teilweise gut erhaltenen Grabsteinen aus dem 18. Jahrhundert. Die Kirche ist aus geschichtlichen, künstlerischen und wissenschaftlichen Gründen ein Kulturdenkmal. Architektur und Grabsteine geben dem Ortsprofil einen anderen Schwerpunkt als die Naturthemen rund um die Salzwiesen.
Wenn Sie bei der Wahl des Aufenthalts gern verschiedene Themen verbinden, können Sie diese Unterschiede in Ihre Ortsentscheidung einbeziehen: Die Rundwege stehen für Landschaft und Naturschutz, die Kirche für Baugeschichte und historische Grabkunst. Die Angaben zur Salzgewinnung schlagen eine weitere Brücke zwischen Ortsgeschichte und Umgebung, ohne dass dafür alle Interessen denselben Stellenwert haben müssen.
Der Vulkanradweg als weiterer Bezugspunkt
Auch der Vulkanradweg verläuft durch den Ortenberger Stadtteil Selters. Im übergeordneten Reiseziel Ortenberg führt er zudem durch die Kernstadt sowie durch Lißberg und Eckartsborn. Damit ist Radfahren neben den Rundwegen ein weiterer möglicher Schwerpunkt für die Reiseplanung.
Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Ortenberg
Ortenberg bietet eigenständige Anknüpfungspunkte, die nicht zu den Merkmalen von Selters gehören. In Lißberg zeigt das Musikinstrumentenmuseum mehr als 2.000 Originale und Nachbauten; seine Sammlung von Drehleiern und Dudelsäcken gilt als die weltweit größte. An einem Musiziertisch können Instrumente ausprobiert werden, außerdem ergänzen Kassetten oder CDs das Hörerlebnis.
Ein weiterer Naturbezug des übergeordneten Reiseziels Ortenberg ist das Haus an den Salzwiesen des NABU Ortenberg. Das Haus und sein Außengelände liegen in der von artenreichen Wiesen geprägten Aue der Nidder. Rundherum lässt sich Natur mit einem Kescher an einem renaturierten Nidderabschnitt, mit einer Lupe auf der Blumenwiese und im Naschgarten erleben. Diese Angebote ergänzen die in Selters beschriebenen Rundwege und Naturschutzthemen, sind aber eigenständige Ziele im übergeordneten Ortenberg.
Für einen Vergleich weiterer Ortsseiten können Sie auch Karben, Wölfersheim, Bad Vilbel, Reichelsheim, Ranstadt, Rockenberg, Gedern und Friedberg aufrufen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Wetterau.