Kassel entdecken: documenta, Gärten und Stadtkultur
Unterkünfte in Kassel
Kassel verbindet große Parkanlagen mit Kunst, Geschichte und besonderen Einblicken in Märchen und Erinnerungskultur. Für Ihren Aufenthalt können Sie deshalb unterschiedliche Schwerpunkte setzen: Spaziergänge durch historische Gärten, ein Besuch im Bergpark Wilhelmshöhe oder Zeit für Museen und documenta-Kunst. Die Wahl des Hotels lässt sich daran ausrichten, welche dieser Seiten der Stadt Sie zuerst erleben möchten.
Große Kaskaden im Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel.
Foto: H. Zell via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Parkanlagen mit eigener Geschichte
Der Staatspark Karlsaue ist ein 150 Hektar großes innerstädtisches Naherholungsgebiet, wenige Schritte vom Zentrum Kassels entfernt. Seine Geschichte reicht bis um 1700 zurück: Zunächst als symmetrischer Barockgarten mit Wasserbassins und fächerförmigen Kanälen angelegt, wurde die Anlage Ende des 18. Jahrhunderts zu einem Landschaftsgarten im englischen Stil umgestaltet. Die barocken Sicht- und Bedeutungsachsen sind dort bis heute für Besucher erlebbar. Am nördlichen Ende der Gartenanlage liegt das Schloss Orangerie, das zugleich ihr Herzstück bildet.
In der Karlsaue liegen auch zwei ganz unterschiedliche Anregungen für einen Spaziergang. Der Planetenwanderweg veranschaulicht die Größen und Abstände der Planeten in maßstabsgerechter Verkleinerung. Das Marmorbad wiederum ist Deutschlands letzte bedeutende und erhaltene repräsentative Badeanlage aus der Zeit des Spätbarock. So lässt sich ein Aufenthalt im Park mit einem Blick auf Wissenschaftsvermittlung oder auf barocke Bau- und Badekultur verbinden.
Im Bergpark Wilhelmshöhe stehen Gartenkunst und weite Ausblicke im Mittelpunkt. Das Herkules-Denkmal befindet sich im Bergpark, der zum UNESCO-Welterbe gehört; von dort reicht der Blick über Kassel und die umliegende Mittelgebirgslandschaft. Auch die Rosenanlage ist ein eigener Akzent: Sie umfasst 1.000 verschiedene Strauch-, Wild- und Kletterrosen und wurde mit dem europäischen Preis „Award of Garden Excellence“ ausgezeichnet.
Kunst, documenta und besondere Sammlungen
Kassels Kulturangebot reicht von bekannten Kunstwerken im Stadtraum bis zu Ausstellungen in Museen. Das Werk „Man Walking to the Sky“ von Jonathan Borofsky steht auf dem Vorplatz des Kulturbahnhofs. Es wurde 1992 für die documenta 9 errichtet und wurde zunächst für diese Ausstellung und bald darauf für Kassel zu einem Publikumsliebling und Wahrzeichen. In der Neuen Galerie zeigt die Dauerausstellung „about: documenta“ Originalwerke aus vergangenen documenta-Ausstellungen.
Die GRIMMWELT Kassel vermittelt Leben, Werk und Vermächtnis der Brüder Grimm mit künstlerischen, multimedialen und interaktiven Mitteln. Andere Perspektiven auf Kultur eröffnet das Museum für Sepulkralkultur: Seine Dauerausstellung behandelt die Entwicklung von Bestattungs- und Trauerriten, besondere Bräuche und künstlerische Perspektiven auf Leben und Tod. Zu den gezeigten Objekten zählen Leichentücher, Särge, Leichenwagen und Trachten; wechselnde thematische Sonderausstellungen ergänzen das Angebot. Die Ausstellungen, Veranstaltungen, Forschung und Bildungsprogramme des Museums widmen sich Abschied, Erinnerung und dem Umgang mit dem Lebensende.
Wasserspiele und Orientierung im Bergpark
Ein saisonales Erlebnis im Bergpark Wilhelmshöhe sind die Wasserspiele: Sie finden vom 1. Mai bis zum 3. Oktober mittwochs, sonntags und an Feiertagen statt. Besucher können dem Lauf des Wassers zu Fuß folgen. Prüfen Sie die Termine vor der Reise, damit der Besuch zu Ihrem geplanten Aufenthalt passt.
Für die Orientierung im Bergpark sind zwei Zugangsbereiche relevant: der untere Bereich mit Schloss Wilhelmshöhe und der obere Bereich mit dem Herkules und dem Beginn der Wasserspiele. Die jeweils passende Seite hängt davon ab, welchen Teil des Parks Sie in den Mittelpunkt stellen. Prüfen Sie aktuelle Transportdetails vor Ihrer Anreise, da sich die Zugangs- und Verkehrsbedingungen ändern können.
Wer Kassel gern aus einer anderen Perspektive erleben möchte, findet im Schloss Orangerie Hessens größtes Planetarium. Moderne Projektionstechnik lädt dort zu virtuellen Flügen durch die Galaxis ein. Ein Sternenprojektor und ein Videoprojektionssystem bringen mit dem ZKP-4-Projektor mit bloßem Auge sichtbare Sterne auf eine zehn Meter große Kuppel. Diese Planetariumserfahrung unterscheidet sich deutlich von einem Rundgang durch Gartenanlagen oder historischen Ausstellungen.
Standortwahl und weitere Kasseler Ziele
Die Karlsaue liegt wenige Schritte vom Zentrum Kassels entfernt; für die übrigen Ziele können Sie die Lage eines Hotels anhand Ihrer geplanten Besuche vergleichen, statt von einer einheitlichen Ausgangslage auszugehen. Radfahren in der Karlsaue ist nur auf dem ausgewiesenen Herkules-Wartburg-Fernradweg und auf der Straße „An der Karlsaue“ gestattet. Wenn Sie eine Radtour einplanen, prüfen Sie die geltenden Parkregeln vor dem Besuch.
Für einen ganz anderen Zugang zu Kassels Kulturerbe liegt die Künstler-Nekropole am Stadtrand im Habichtswald rund um den Blauen See, einen stillgelegten Steinbruch; sie ist ganzjährig zugänglich. Wenn Sie Ihre Suche auf Kasseler Teilbereiche ausweiten möchten, finden Sie auch die Seiten zu Bad Wilhelmshöhe und Bettenhausen. Im übergeordneten Reiseziel Kassel können Sie außerdem die Zielseiten zu Helsa, Vellmar und Naumburg/Hessen vergleichen.
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