Odenwald, Spessart und Südrhön: Naturräume in Hessen

Radtour Odenwald Radfahren im Hessisch-Fränkischen Bergland ist herrlich, aber die Pausen in Odenwald, Spessart und südlicher Rhön sind auch zu enmpfehlen

Odenwald, Spessart und Südrhön prägen den Süden und Osten Hessens mit bewaldeten Höhen, tief eingeschnittenen Tälern, offenen Hochflächen und ruhigen Orten. Die drei Landschaften gehören unterschiedlichen Naturräumen an und bieten jeweils eigene Bedingungen für Wanderungen, Radtouren und gemütliche Ausflüge. Wer eine Reise plant, sollte deshalb Lage, Höhenprofil, Wegbeschaffenheit und erreichbare Ausgangsorte gemeinsam betrachten.

Kurzfakten zum Thema

  • Der hessische Odenwald liegt südlich des Rhein-Main-Gebiets und reicht bis an die Landesgrenze zu Baden-Württemberg.
  • Der Spessart erstreckt sich beiderseits der Grenze zwischen Hessen und Bayern.
  • Die Südrhön bildet den südlichen Teil der Rhön und geht in weitere hessisch-fränkische Landschaften über.
  • Waldwege, Höhenzüge und Talorte sorgen je nach Strecke für sehr unterschiedliche Anforderungen.
  • Viele Rundwege beginnen außerhalb großer Bahnhöfe; Anreise und Rückkehr müssen vorab abgestimmt werden.
  • Aktuelle Schutzgebiete und Landschaftseinteilungen lassen sich beim Bundesamt für Naturschutz nachvollziehen.

Landschaft nach Reiseinteresse wählen

Im Odenwald wechseln bewaldete Höhen mit Tälern und Orten an der Bergstraße. Der Spessart eignet sich für ruhige Waldwanderungen und längere Touren, während die Südrhön offene Aussichten und Übergänge zur Rhön bietet. Die Regionen Hessens helfen bei der räumlichen Einordnung; einen breiteren Vergleich bietet die Übersicht der Gebirge in Hessen.

Für eine gemütliche Tagestour sind Rundwege mit moderaten Steigungen, Einkehrmöglichkeit und verlässlicher Rückfahrt oft angenehmer als eine lange Streckenwanderung. Hinweise zu Ausrüstung, Markierungen und Tourenwahl stehen unter Wandern in Hessen. Wer mit dem Rad unterwegs ist, findet bei Radurlaub in Hessen zusätzliche Planungshinweise.

Naturerlebnis und Ausflug verbinden

Burgen, Fachwerkorte, Aussichtspunkte und regionale Gasthäuser lassen sich gut mit einer Wanderung verbinden. Passende Ziele nennt die Übersicht der Sehenswürdigkeiten in Hessen. Für einen längeren Aufenthalt können Unterkünfte in Hessen nach einem gut erreichbaren Ausgangsort ausgewählt werden.

Historische Flächenangaben einordnen

Die nachfolgende Bestandsübersicht nennt zahlreiche naturräumliche Teilgebiete und ältere Flächenangaben. Grenzen, Bezeichnungen und Zuordnungen können je nach Kartengrundlage oder Fachsystem abweichen. Für konkrete Touren zählen aktuelle Karten, örtliche Wegmarkierungen und Hinweise zu Sperrungen.

Naturräume in Hessen 1

Südwestdeutsches Schichtstufenland mit Odenwald, Spessart und Südrhön / Hessisch-Fränkisches Bergland

Odenwald, Spessart und Südrhön als Hessisch-Fränkisches Bergland bilden natürliche Räume und Regionen in Hessen, die ihrerseits in landschaftliche Teilregionen wie Berge, Täler oder Becken unterteilt werden. So gehört zu den landschaftlichen Sehenswürdigkeiten in der Südrhön das Gebiet Gemünden-Zeitlofser Wald das sich über 4,8 km² erstreckt, zum Sandsteinspessart hingegen der Südöstliche Sandsteinspessart (52,5 km²), Nördlicher Sandsteinspessart (378,5 km²) und das Schlüchterner Becken (100,9 km²). Im Gebiet des vorderen Spessart befindet sich der Hahnenkamm-Haidkopf-Höhenzug (13,8 km²), der Vorspessart mit dem Kahlgrund (1,5 km²)und der Büdinger Wald (201,7 km²).

Die Odenwald-Region ist besonders vielschichtig und bietet im Sandsteinodenwald und im Vorderen Odenwald einige bekannte und zahlreiche Naturräume in Hessen, die nur die Einwohner oder geschulte Fremdenführer kennen. Wander-Urlaub in Hessen im Sandsteinodenwald im Odenwald-Neckartal (14,2 km²) ist sehr schön, ebenso Wanderungen im Zentralen Sandsteinodenwald (Hinterer Odenwald): Hier liegen einige Teilgebiete der Naturregion Hessens wie Südlicher zertalter Sandsteinodenwald und Neckarseitentäler (202,7 km²), Östlicher zertalter Sandsteinodenwald und Mainseitentäler (4,4 km²), Beerfelder Platte (38,5 km²), Würzberger Platte (42,8 km²), Sellplatte (91,1 km²), Wegscheidekamm (72,6 km²), Mossausenke (41,2 km²), Eichelsberge (33 km²), Breuberg-Odenwald (34,8 km²) und das Mümlingtal.

Die zweite hessische Naturraum-Region im Odenwald heisst Vorderer Odenwald, wo man über den Begriff Melibocus-Odenwald stolpert. Der Begriff Melibocus wird auch als Stammsitz oder kleine Burg übersetzt, und so ist denn auch der Melibocus Odenwald ein begehrtes Ziel für Wanderurlauber und Zweiradtouristen in in Hessen Urlaub mit dem Rad machen. In der Naturregion Melibocus-Odenwald liegen Melibocusmassiv (8,5 km²), Frankensteinmassiv (etwa 7 km²), Hochstädter Senke (15,8 km²), Felsbergmassiv (10,7 km²), Neutscher Rücken (14,9 km²), Lautertal (15,6 km²), Oberes Modautal (21km²), Unteres Modautal oder auch Mühltal (20,2 km²), Trautheimer Wald (5,7 km²) und Darmstadt-Bessunger Rücken.

Die Naturräume Eichelberg-Odenwald, Juchhöh-Odenwald (32,3 km²), Weschnitztal (56,7 km²), Tromm-Odenwald (68,8 km²), Krehberg-Odenwald (35,5 km²), Neunkircher-Höh-Odenwald (50 km²), Lichtenberger Höhen (26,4 km²), Gersprenztal (27 km²) und Böllstein-Odenwald (45 km²)gehören ebenfalls geografisch zur Hessen-Region Vorderer Odenwald.

(Bezeichnungen und Flächenangaben teilweise aus Wikipedia)

Foto: VoyageMedia / Hessen-Netz.com