Das grüne Band Das grüne Band verläuft heute da, wo bis 1989 eine breite Schneise zwischen Hessen und Thüringen als innerdeutsche Grenze zum sicheren Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen und zur tödlichen Gefahr für Menschen wurde

Das grüne Band

Das Grüne Band, the Green Belt, ist eine quer durch Europa von Nord nach Süd verlaufende Linie mit teilweise einzigartigen, erhaltens- und schützenswerten Naturlandschaften. Das Grüne Band folgt faktisch dem ehemaligen Grenzverlauf zwischen Ost und West in Europa und Deutschland, dem so genannten Eisernen Vorgang aus der Zeit des Kalten Krieges. Als Innerdeutsches Grünes Band bezeichnet man also die ehemalige innerdeutsche Grenze zwischen BRD und DDR. Ein Teil dieser deutsch-deutschen Grenze war die westliche Grenze von Hessen nach Thüringen. Das hessische Grüne Band ist somit genau wie die frühere Grenzlinie zwischen Hessen und Thüringen knapp 270 Kilometer lang (genau: 269,6 km).

Entlang des ehemaligen innerdeutschen, hessisch-thüringischen Grenzstreifens konnten sich Tier- und Pflanzenwelt, die Natur insgesamt über Jahrzehnte ungestört entwickeln. Wegen der teilweise weit ins Hinterland reichenden Sperrgebiete vor allem auf ostdeutscher Seite ist nicht nur der eigentliche Grenzstreifen, sondern wegen einer gewollten und teilweise bewusst herbeigeführten Abgeschiedenheit häufig auch große angrenzende Bereiche im innerdeutschen Grenzland zu wahren Naturparadiesen geworden - hier verläuft das Grüne Band in Hessen.

Der ausserordentlich grosse naturschutzfachliche Wert des Grünen Bandes in Hessen anhand seines besonderen Reichtums an großenteils gefährdeten Arten und Lebensräumen sowie seiner besonderen Funktion für den Biotopverbund konnte mittlerweile u.a. im Rahmen eines E+E-Vorhabens "Bestandsaufnahme Grünes Band" nachgewiesen werden. Das Grüne Band durchzieht auch an Hessens westlicher Grenze zwischen Werra-Meissner-Kreis und den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg und Fulda in Hessen und dem Wartburg-Kreis, Landkreis Eichsfeld, Eisenach und Schmalkhalden-Meiningen auf thüringischer Seite wie eine Perlenschnur im Wechsel großräumig wertvolle Gebiete und ausgeräumte, intensiv genutzte Agrarlandschaften. Für zunehmende Zahl störungsempfindlicher und bedrohter Tier- und Pflanzenarten ist dieser aussergewöhnliche Naturraum als einzig verbliebenes Rückzugsgebiet überlebenswichtig. Naturnaher Urlaub in Hessen mit umweltfreundlichen Aktivitäten, etwa Fahrradtouren, Wanderungen und Tierbeobachtungen auf beiden Seiten des ehemaligen Todesstreifens wurden bald interessant – und sind es bis heute. Frühere Grenzsicherungsanlagen wurden abgebaut, andere wie etwa die endlosen Patroullien-Wege dienen nun als Wanderwege. Die Ortschaften entlang des Grünen Bandes profitieren von ersten Feriengästen - und die hessische Küche steht der thüringischen nicht nach...

Nachdem nach dem Fall der Mauer aus verständlichen Gründen schnellstmöglich wieder Transport- und Verkehrswege, aber auch umfassende Kontakte zwischen Nachbarorten durch den raschen Aufbau einer teils völlig neuen Infrastruktur durch Strassen- Brücken- und Gleisbau, neue Autobahnverbindungen, Anschlussstellen, Bahnhöfe und Übergänge entstanden, wurden sich vor allem Naturschützer schnell des hohen Wertes der Fauna und Flora entlang des Grünen Bands bewusst. Inzwischen gibt es seitens der hessischen Landesregierung, vor allem aber von europäischen Behörden und NGO’s wie dem BUND und mit Fördermitteln vom Bundesamt für Naturschutz grosse Anstrengungen zum Umweltschutz im Bereich Grünes Band Hessen, um eine weitere Zerschneidung und Zerstörung natürlicher Lebensräume, Wald- und Wiesenregionen, Feuchtgebiete, Biotope, Nistplätze und Rückzugs- oder Verbreitungsgebiete zu verhindern.

Informationen zum Grünen Band online gibt das Bundesamt für Naturschutz auf einer Homepage: http://www.bfn.de/0311_gruenes_band.html

Foto: VoyageMedia / Hessen-Netz.com

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