Main bei Frankfurt Auf dem Flussabschnitt in der Frankfurter Innenstadt von der Deutschherrnbrücke bis zur Main-Neckar-Brücke bildet der Main-Fluss die Kulisse für eines der beeindruckendsten metropolitanen Stadtbilder in ganz Deutschland

Main

Der Fluss Main ist eine Bundeswasserstrasse und zugleich mit 527 Kilometer Fließstrecke der längste rechte Nebenfluss des Rheins. Als einer der bekannten Flüsse in Hessen kennt man den Main vor allem deshalb, weil er der wirtschaftlichen Hessen-Metropole Frankfurt am Main seinen Namen gibt. Bis der Main nach Hessen kommt, durchfliesst er von seinen Quellflüssen Weisser Main im Fichtelgebirge und Roter Main in der Fränkischen Alb zunächst mehrere fränkische Mittelgebirge, das fränkische Weinbaugebiet und zahlreiche, teils gut erhaltene historische Stadtkerne wie etwa in Würzburg oder Bamberg. Hinter Frankfurt/Man mündet der Main gegenüber der Mainzer Altstadt zwischen Ginsheim-Gustavsburg und Mainz-Kostheim in den Rhein. Von hier aus bis oberhalb Hallstadt ist der Main dann Bundeswasserstraße.

Wirtschaft am Main

Rhein-Main-Gebiet oder Maindreieck sind Begriffe, die für wirtschaftlich starke Regionen in Hessen sinnbildlich geworden sind. Die Nutzung des Flusses zur Energiegewinnung zeigt sich schon in Großkrotzenburg, der ersten hessischen Stadt am Mainufer, wo mit dem Großkraftwerk Staudinger ein vorwiegend mit Steinkohle befeuertes Dampfkraftwerk weit in die Mainlandschaft zu sehen ist. Auf dem gegenüberliegenden Main-Ufer liegt Hainburg, ebenfalls hessische Gemeinde im Landkreis Offenbach. Unterhalb des Kraftwerks führt eine Straßenbrücke moderner Bauart, die Limesbrücke, über den Flusslauf des Mains. Im weiteren Main-Verlauf finden sich heute kaum noch unbebaute Uferzonen auf dem Weg nach Frankfurt a.M., wo sich mit dem Hafen Offenbach, der Frankfurter Oberhafen und der Osthafen, mit insgesamt fünf großen Hafenbecken drei Mainhäfen befinden. Der wirtschaftliche Strukturwandel der letzten Jahre führte zur Stillegung eines Teils der Hafenanlagen. Wo einst Flussschiffe ihre Ladung für die expandierende Wirtschaftsregion Rhein-Main löschten ist beispielweise auf der Mole des Offenbacher Hafens ein Beach Club. Funde und Urkunden aus dem Mittelalter zeigen die hohe Bedeutung der Mainschifffahrt in der Vergangenheit, moderne Stausysteme und Wasserstrassen wie der Main-Donau-Kanal bieten zudem interessante Handelswege und Transportmöglichkeiten.

Städte am Main

Städte am Main in Hessen sind neben der berühmten Main-Metropole Frankfurt das schon erwähnte Grosskrotzenburg und Hainburg vor allem Grossauheim und Hanau mit Klein-Auheim und Steinheim, wo parallel zum Fluss die Philippsruher Allee, zugleich ein Maindamm, verläuft. Ab Hanau fließt der Main nach Westen und erreicht kurz darauf den Mainbogen wo im südlichen Ufer des Mainbogens die Offenbacher Stadtteile Offenbach-Rumpenheim mit dem Rumpenheimer Schloss und Offenbach-Bürgel, dazwischen das Naturschutzgebiet Schultheisweiher liegen. Flussfähren bringen Autos zwischen dem Offenbacher und dem Maintaler Ufer an zwei Stellen übers Wasser. Es folgt auf einer vom Main umflossenen Halbinsel der Frankfurter Stadtteil Fechenheim und direkt gegenüber die 120.000 Einwohner zählende Industrie- und Lederwarenstadt Offenbach am Main mit dem markanten Bauwerk des Isenburger Schlosses. Vorbei an der Frankfurter Gerbermühle, ein beliebter Ausflugsort in Hessen, wo sich im September 1815 Johann Wolfgang von Goethe und Marianne von Willemer zum Tête-à-tête trafen. Auf dem folgenden Flussabschnitt in der Frankfurter Innenstadt von der Deutschherrnbrücke bis zur Main-Neckar-Brücke bildet der Main-Fluss die Kulisse für eines der beeindruckendsten metropolitanen Stadtbilder in ganz Deutschland, nur vergleichbar etwa mit Dresden im Elbtal, oder die Rheinufer in Düsseldorf und Köln sowie die Hamburger Binnenalster, wo jeweils ein großer Fluss oder Wasserflächen im Zentrum einer Grossstadt mit breiten, großstädtischen Uferpromenaden, als seltene Konstellation mit hohem Freizeitwert zu finden sind. Am Flusslauf des hessischen Teil des Mains, der hier im Raum Frankfurt übrigens stark nasalisiert „Maa“ heisst, liegen hinter Frankfurt ausserdem die Städte / Stadtteile Frankfurt-Sachsenhausen, Frankfurt-Höchst, Kelsterbach, Hattersheim am Main, Flörsheim, Rüsselsheim, Hochheim, Bischofsheim, Gustavsburg und Mainz-Kostheim.

Urlaub am Main

Die passende Unterkunft in Hessen für Urlaub am Fluss finden Feriengäste in den Orten und Städten am Main. Direkt vor der Tür finden sich überall gute Möglichkeiten für Aktivitäten im Bereich Sport und Freizeit. Entlang des Mains verlaufen der Main-Wanderweg und der Main-Radweg, Wandern und Rad fahren am Fluss-Ufer, schöne Stadtbummel und Ausflüge ins Einzugsgebiet des Mains und ins Hinterland lassen Urlaub am Main selbst für Kurzurlaub in Hessen oder als Wochenendausflug attraktiv erscheinen. Die Anwohner nutzen das Freizeitangebot jedenfalls sehr gern.
Urlaub am Wasser des Mains ist ok, wegen der Wassergüte wird aber bis heute vom Baden im Main abgeraten. Der hessische Fluss, der bis ins 20. Jahrhundert einer der fischreichsten Flüsse Mitteleuropas war, wurde trotzt mehrerer Massnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität im Main zum Opfer einer zunehmenden Industrialisierung und einem expandierenden Bevölkerungswachstum. Nur ganz allmählich konnte erreicht werden, dass der einst als stark verschmutztes Gewässer in Hessen deklarierte Main jetzt wieder als mässig oder gering belastete hessische Wasserstrasse gilt.

Flora und Fauna im/am Main

Fisch- und artenreich war der Main, bis ins 19. Jahrhundert gehörte der Main sogar zu den artenreichsten Gewässern in Deutschland. Fischerzünfte am Main existierten bereits im Jahre 945 n. Chr. Die Flussfischerei am Main kam nicht wegen der Verschmutzung, sondern auch wegen der für die Main-Schifffahrt erforderlichen Gewässerstrukturveränderungen wie Uferbefestigungen und Staustufen zu einem drastischen Rückgang der Fischarten im Fluss. Nachdem von über 30 bis 35 Fischarten bis auf vier alle Arten weg und die gewerbliche Fischerei völlig zum Erliegen gekommen war, sind heute grosse Teile der ursprünglich im Main heimischen Arten wie Aal, Barbe, Brachse, Döbel, Flussbarsch, Güster, Hasel, Hecht, Karpfen, Nase, Rapfen, Rotauge, Rotfeder, Schleie, Ukelei, Wels und Zander wieder zurückgekehrt. Lachse und Störe im Main wurden noch nicht wieder beobachtet. Allerdings sind seit der Eröffnung des Main-Donau-Kanals 1992 etwa 20 Fischarten aus dem Donauraum in den Main zugewandert, darunter Blaubandbärbling (Pseudorasbora parva), Marmorierte Grundel (Proterorhinus marmoratus), Rapfen (Aspius aspius), Zährte (Vimba vimba) und Zobel (Abramis sapa).

Vogelparadies Mainauen

Seltene Tiere wie Eisvogel, Flussregenpfeifer, Blaukehlchen, Rohrweihe und Prachtlibelle haben die Auen des Obermains als idealen Lebensraum (wieder)entdeckt. Renaturierung des Flusslaufes, Anschluss ehemaliger Kiesgruben und andere Maßnahmen sollen engagierten Vogelschützern helfen, die überregional bedeutenden Vorkommen und deren natürliche Lebensgrundlage zu erhalten und zu schützen.

Foto: VoyageMedia / Hessen-Netz.com

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