Frau Holle-Statue im Meißner
Frau Holle-Statue im Meißner

Meißner-Kaufunger Wald

Dichter Nadel- und Laubwald bedeckt den 753,6 Meter hohen Meißner - ein Bergmassiv im Osten Nordhessens. Ein Hochplateau mit der Kasseler Kuppe als höchster Erhebung macht den Meißner zu einem beliebten Wander- und Ski-Langlauf-Gebiet. Von verschiedenen Aussichtspunkten blickt man bis nach Thüringen im Osten und bis ins Kasseler Land im Westen.

Der Hohe Meißner mit seinen Fachwerk-Dörfern verfügt über zahlreiche Naturdenkmäler und andere Orte, die von Frau Holle erzählen. Brauchtum und Sagen sind hier bis in die allerjüngste Zeit lebendig geblieben. Ausflugs- und Wanderziele, die mit Sagen von der Frau Holle verknüpft sind, sind der Hollstein (Hohlstein) mit der Kammerbacher/Hilgershäuser Höhle, dem Nixenborn, der Holle-Teich, das Weiberhemd, die Kitzkammer oder der Holle-Stuhl.

Ein anderes Ausflugsziel im Hohen Meißner, die rund 720 m hohe Kalbe, zeugt vom Braunkohleabbau vergangener Zeiten im Meißner. Ein See hat sich mittlerweile in der Aushöhlung des Steinbruchs gebildet. Aber auch der penetrante Geruch der "Stinkesteinwand" am Osthang ist ein ganz besonderes Relikt aus dieser Zeit: Schwefelgeruch aus dem Rauch von nicht verbrannter Braunkohle tritt hier aus. Zwischen 1560 und 1974 dauerte die Zeit des Bergbaus im Meißner. Noch so mancher Stollen bezeugt den ehemaligen Untertagebau. Basaltabbau dauert bis in die heutige Zeit an.

Neben Wanderwegen bietet der Hohe Meißner Ski-Loipen sowie zwei Ski-Pisten inklusive Ski-Lift für Ski-Abfahrt. Auch bei Radsportlern ist das Gebiet des Hohen Meißners sehr beliebt. Fürs Nordic Walking sind die gut ausgebauten Wanderwege ebenfalls sehr beliebt.

Naturschutzgebiete und Naturdenkmäler machen den Meißner als Wandergebiet besonders reizvoll. Eines der beliebten Wanderziele sind die Seesteine. Die Seesteine sind Basaltstein-Formationen im Süden des Bergmassivs Meißner. Kleine Pfade führen zwischen einzelnen Steinblocks hindurch und verschiedene Sitzgelegenheiten und eine erhöhte Schutzhütte laden zum Verweilen im Wald ein. Den Namen verdanken die Seesteine einem ehemaligen Waldsee, der inzwischen versandet ist. Teilweise wurde die Waldparkanlage um 1880 von einer Naturfreunde-Bewegung und Forstarbeitern errichtet.

Zu ausgedehnten Wanderungen lädt auch der Kaufunger Wald ein. Rund 170 Quadratkilometer machen das Mittelgebirge im Norden des Osthessischen Berglands aus. Basaltkegel und Kohleflöze durchsetzen das Waldgebiet zwischen Fulda und Werra. Beliebtes Wanderziel ist der Bilsteinturm. Auch Mountain-Biking, Ski-Langlauf und Walken sind beliebte Sportarten im Kaufunger Wald. Kleine Waldpfade verzaubern außerdem, so findet man neben Holle-Pfad, Wald-Quellen auch geheimnisvoll-düstere Orte wie Gedenkstellen für ehemalige Gerichtsstellen oder andere lang vergangenen Ereignisse.

Foto: Sabine Schumacher (Copyright)

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